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LARS beschäftigt sich heute vorwiegend mit
der Erzeugung von künstlichen Bändern, die den, meist traumatischen,
Verlust der natürlichen Bänder kompensieren sollen.
Diese künstlichen Bänder können ebenfalls zur Verstärkung der
Sehnen, wie zum Beispiel der Achillessehne, der Quadrizepssehne oder
der Bizepssehne, verwendet werden. Die
Anbringung dieser Bänder stellt einen chirurgischen Eingriff dar und
ist somit ausschließlich dem Chirurgen vorbehalten.
Der Verlust eines Bandes im Bereich eines Gelenks führt zu schweren
Funktionsstörungen, insbesondere der Gelenkstabilität. Der Verlust
eines Bandes stört die Mechanik des Gelenks und führt mittel- bis
langfristig zur Zerstörung der Gelenkflächen, das heißt zu einer
arthrotischen Veränderung, die binnen 12 Jahren einen prothetischen
Ersatz erfordern kann. Um dieser Entwicklung
vorzubeugen schien es notwendig, gerissene Bänder, insbesondere die
Kreuzbänder des Knies, chirurgisch zu reparieren.
Wie bekannt, sind die Resultate beim Nähen gerissener Bänder
unzureichend. So wurde dazu übergegangen, auf autogenen
Transplantaten beruhende Techniken anzuwenden, das heißt, Bänder aus
benachbartem Gewebe zu bilden.
Aber auch zu diesen Techniken gibt es einige
Kritikpunkte:
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Es werden anatomische Gebilde entnommen, die
selbst Aufgaben erfüllen, und so wird das Risiko das
Funktionsvermögen des betroffenen Gelenkes zu verändern.
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Die Entnahme dieser Ersatzgewebe erfordert
umfangreichen chirurgischen Zugang, wodurch die Entnahme zu einem
relativ schweren Eingriff wird.
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Diese Art des Eingriffs bedingt lange
Erholungszeiten.
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Im Falle des Scheiterns kann das bereits
verwendete Ersatzgewebe nicht wiederverwendet werden.
Die Verwendung eines künstlichen Bandes birgt
diese Nachteile nicht in sich. Die Vorteile
sind:
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Das künstliche Band ist sofort fest und
bedingt keine lange Immobilisierung, wie sie bei herkömmlichen
Methoden zur Wundheilung der autogenen Transplantate vonnöten ist.
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Im Falle des Scheiterns oder bei neuerlicher
unfallsbedingter Ruptur ist das Ersetzen des künstlichen Bandes
genauso einfach wie die erstmalige Anbringung.
In den letzten zehn Jahren sind künstliche
Bänder auf den Markt gekommen. Die Mehrzahl dieser Bänder besteht
aus Polyester. Die Biokompatibilität des Polyesters ist seit
Jahrzehnten bekannt, wird es doch seit langem als
chirurgisches Nahtmaterial sowie für Gefäßprothesen verwendet.
Die Polyester-Bänder sind in der Regel geflochten oder gewoben.
Dadurch kommt es bei dem Band mit der Zeit zu zunehmender
Längsdehnung, da sich die Fasern durch andauernde Beanspruchung
verschieben.
Die künstlichen Bänder gerieten somit, und nicht ohne Grund, in
Verruf. Die ersten Bänder waren sowohl biologisch als auch
mechanisch schlecht. Nach Analyse der
schlechten Ergebnisse, die die Kunstbänder erzielten, hat LARS eine
neue Generation von Bändern entwickelt, die sich von den klassischen
Ersatz- oder Stützbändern durch spezifische Eigenschaften und
Leistungsmerkmale unterscheidet.
So verfügen diese Bänder über hohe Resistenz und bilden die Struktur
und Funktion des wiederherzustellenden Teiles nach.
Bei dem LARS-Bandersatz, von dem heute die Rede ist, handelt es sich
ebenfalls um ein Band aus Polyester.
Es ist also keine Neuerfindung, was das Material betrifft.
Biomechanische und biologische Vorstudien über die zahlreichen
bereits existierenden Fasern erlaubten aber, jene Bestandteile des
Bandes auszuwählen, die den Anforderungen am besten entsprachen.
weiterführenden Informationen lesen Sie bitte
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